Drei Wochen sind seit dem letzten Beitrag von 16vierzehn um, das bedeutet: Ein neues Foto zu einem neuen Thema 🙂

 

Einsamkeit

 

…. war fotografisch abzubilden und dieses Mal war es für mich alles andere als leicht. Wie bildet man dieses Thema korrekt ab? Viel hab ich probiert, wenig ließ den Begriff im Bild dann erkennen.

Klar hätte man das Thema dann „beinhart“ abbilden können – mir schoß da so Gedanken wie „Altersheim“ oder „Rollstuhlfahrer allein vor der Bushaltestelle“ durch den Kopf. Aber erstens fehlten mir (in der kurzen Zeit) die nötigen Möglichkeiten und zweitens – viel wichtiger – wollte ich keine traurigen Fotos machen.

Also entschloss ich mich, das Thema positiv anzugehen – und zwar aus meiner ganz persönlichen Interpretation des Begriffs „Einsamkeit“. Ich suche sie nämlich ab und an – die Einsamkeit.

Gestresst nach einer harten Arbeitswoche voller Meetings, Workshops und Abstimmungsterminen – angereichert mit langen Email-Konversationen und Lync-Sessions – gibt es für mich nichts angenehmeres als allein mitten in der Natur zu sitzen und die Ruhe zu genießen.

Weit weg von der Zilivisation und dem Alltagsstress wird man eins mit der Natur – keine Hektik, keine Diskussionen, kein Lärm – einzig das Rauschen der Blätter im Wald hört man – und jetzt im Frühling vereinzelt ein paar Vögel.

Mit dieser „Idee“ im Kopf ging es also los – die D90 in Kombination 10mm Weitwinkel schien mir dafür am Besten geeignet.
Ein wunderschöner Frühlingstag im Helenental erlaubte die Idee in die Praxis umzusetzen.

Ideal erschien mir ein Felsvorsprung neben der Burg Rauhenstein für mein Vorhaben geeignet.Was ich auf jeden Fall auf dem Foto haben wollte war die „Zivilisation“ im Tal, die Sonne und die weichen Hügelkonturen…. und ich sollte in die Tiefe des Tals blicken…

Tja, und das ist das Ergebnis:

Einsamkeit

Besonders gefallen hat mir, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme eine einzelne Krähe (?) einsam durch das Tal flog – das ist für sowas wie das Tüpfelchen auf dem i – besser gehts nicht 😉

Wie findet ihr meine Interpretation?

7 Kommentare
  1. Jörg S.
    Jörg S. sagte:

    Einsamkeit: Ein guter Ort zum Besuchen, ein schlechter Ort um zu bleiben. (Josh Billings)

    Mir gefällt Dein positiver Ansatz sehr gut, Einsamkeit muss ja nicht zwangsläufig etwas schlechtes sein. Ich glaube, dass Jeder von uns ab und zu die Einsamkeit sucht, um neu Kraft zu schöpfen und um mit sich selbst ins Reine zu kommen.

    Das Weitwinkel passt hier perfekt!

    LG, Jörg

  2. Werner
    Werner sagte:

    Mir geht es ähnlich wie dir nach Wochen mit viel Stress, Terminen, Menschen…. dann suche ich auch gerne die Einsamkeit.
    Sehr schöne Arbeit und gute Idee.
    Lg,
    Werner

  3. Michi
    Michi sagte:

    Hallo Michael. Mir gefällt deine Umsetzung total gut. Ja und du hast Recht. Warum sollte Einsamkeit immer negativ sein? Vielen Dank für diesen Blickwinkel und natürlich die tolle Aussicht.
    Gruß Michi

  4. Alex
    Alex sagte:

    Hallo Michael,

    Einsamkeit muss ja nicht zwangsläufig negativ sein. Du zeigst uns eine positive Form der Einsamkeit. Sieht toll aus!

    Gruß,
    Alex

  5. Netty
    Netty sagte:

    Das sieht aber gefährlich aus, wie du da an der Kante sitzt 😉
    Schönes Foto und mit der Krähe hattest du wirklich Glück !
    LG, Netty

  6. Marina
    Marina sagte:

    faszinierend zu lesen, was Du Dir für Gedanken zum Thema gemacht hast. Nicht jeder setzt sich so mit einem Thema auseinander. Für mich könnte ich wieder viel dazulernen.
    Dein Bild ist für mich „Perfekt“. Wie Du schreibst, (Zivilisation=Lärm, Berg= Stille, abschalten von der Hektik des Tages. Und wo kann man das am besten in der Natur.
    Wieder eine Arbeit, die mir ausgesprochen gefällt.

    lg Marina

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